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Experte: Kreditgeber sollten zweimal darüber nachdenken, ihre Compliance-Anstrengungen zurückzufahren

Unter Präsident Donald Trump hat sich das regulatorische Umfeld drastisch verändert. Aber jetzt, da wir uns den Wahlen 2020 nähern, könnte sich erneut ein Wandel abzeichnen.

Marie O'Brien, ein HousingWire Rising Star 2019, die als Compliance-Direktorin für Hypothekenqualitätsmanagement und -forschung sowie Senior Associate in der Compliance-Abteilung von Abrams Garfinkel Margolis Bergson fungiert, setzte sich zusammen, um das sich ändernde regulatorische Umfeld zu besprechen.

Als aufstrebender Star wurde O'Brien schon in jungen Jahren zu einer Führungspersönlichkeit. Ihre Leistungen treiben die Wohnungswirtschaft weiterhin voran.

Und die Nominierungen von HousingWire für unsere Rising Stars 2020 sind jetzt offen. Aber sie werden nicht lange offen bleiben – die Nominierungsfrist endet am 21. Februar 2020. Nominieren Sie also noch heute Ihren Rising Star, wir möchten ihn kennenlernen!

Das Geheimnis, ein Rising Star zu werden?

„Man muss lieben, was man tut, und von Menschen umgeben sein, die einen unterstützen – sowohl bei der Arbeit als auch zu Hause“, sagte O'Brien. „Ich habe das Vergnügen, mit einigen der intelligentesten und talentiertesten Fachleute der Branche zusammenzuarbeiten, was sehr motivierend ist.“

Und das sagt O'Brien zum aktuellen und zukünftigen Zustand des Regulierungsmarktes:

HousingWire: Worin sehen Sie angesichts des neuen Regulierungsansatzes unter Trump heute das größte Compliance-Risiko für Kreditgeber?

Marie O'Brien : Eine Sorge besteht darin, dass Kreditgeber ihre Compliance-Bemühungen und -Ressourcen unter dem falschen Gefühl der Sicherheit reduzieren könnten, dass die Branche nicht so stark reguliert wird.

Ich denke, dass dadurch ein erhebliches Compliance-Risiko entsteht, da die staatlichen Regulierungsbehörden keine Anzeichen einer Deregulierung in diesem Bereich gezeigt haben. Im Gegenteil, viele staatliche Regulierungsbehörden sind bei ihren Prüfungs- und Durchsetzungsmaßnahmen aggressiver als je zuvor.

Einige Staaten haben sogar eigene „Mini-CFPBs“ und/oder zusätzliche Abteilungen geschaffen, die sich ausschließlich dem Verbraucherschutz widmen. Da viele Kreditgeber in mehreren Bundesstaaten zugelassen sind, steigt das Compliance-Risiko mit zunehmender Zahl bundesstaatlicher Vorschriften und Aufsichtsbehörden.

HW: Sind Kreditgeber besorgt über den möglichen Führungswechsel nach der diesjährigen Wahl und darüber, was dies für die Compliance bedeuten könnte?

MO : Gewiss, und das aus gutem Grund – Veränderungen an sich bringen eine Reihe von Bedenken mit sich. In diesem Fall gibt es jedoch Kandidaten mit völlig anderen Ansichten als die aktuelle Regierung. Abhängig davon, wen wir nächstes Jahr im Amt haben, könnten wir aus bundesstaatlicher Sicht sehr große Änderungen in der Regulierung erleben.

Beispielsweise gab es in letzter Zeit relativ wenig Durchsetzung in Bezug auf Fragen der fairen Kreditvergabe. Mit einem Führungswechsel und dem Zugang zu erweiterten HMDA-Daten könnten faire Kreditvergabe und räuberische Kreditvergabepraktiken zu einem wichtigen Schwerpunkt für Durchsetzungsmaßnahmen werden.

HW: Wie können sich Kreditgeber am besten auf die Unsicherheit im regulatorischen Umfeld vorbereiten?

MO : Kontrolliere, was du kontrollieren kannst. Kreditgeber müssen weiterhin an der Entwicklung und Aufrechterhaltung eines starken und wirksamen Compliance-Managementsystems arbeiten. Dies beginnt mit den Grundlagen – schriftlichen Richtlinien und Verfahren, fortlaufender Schulung, Überwachung und Korrekturmaßnahmen sowie Beschwerdemanagement.

Wichtig ist, dass Kreditgeber ihr CMS anpassen müssen. Das bedeutet, dass Sie sich die Zeit nehmen, Ihre Richtlinien und Verfahren zu lesen und sicherzustellen, dass sie die Funktionsweise des Unternehmens genau widerspiegeln. Dazu gehört auch, das Schulungsmaterial so anzupassen, dass es Ihre Verfahren, geltenden Vorschriften sowie die Rollen und Verantwortlichkeiten Ihrer Mitarbeiter im Hinblick auf Compliance widerspiegelt.

Darüber hinaus unterhalten die meisten Kreditgeber zwar ein Qualitätskontrollprogramm zur Überprüfung einzelner Kredittransaktionen, viele verfügen jedoch über keinerlei Gesamtüberwachung oder internes Prüfprogramm. Interne Audits sind für die Identifizierung und Minderung von Risiken im gesamten Unternehmen unerlässlich, da sie verschiedene Bereiche des Unternehmens betrachten – z. B. Kredit, Betrieb, Compliance, Informationstechnologie und -sicherheit, Finanzen, Unternehmensführung usw.

Identifizierte Schwachstellen und ineffiziente oder nicht konforme Praktiken müssen angegangen und/oder korrigiert werden. Kreditgeber sollten ihre Daten auch auf potenzielle Probleme und/oder problematische Trends überprüfen. Dazu gehört unter anderem die Überprüfung von HMDA-Daten, Beschwerden, Preisausnahmen, Auszahlungsraten, Offenlegungsdiskrepanzen usw. Auch hier sollten identifizierte Probleme und problematische Trends behoben werden.

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